
Andreas Herzau hat von 1990 bis 2023 die Welt fotografisch untersucht und sie für sich und andere interpretiert. Bekannt wurde er einem breiten Publikum durch sein umfassendes und extrem subjektives Porträt der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.
In einer ersten, unvollständigen Auswahl wir nun ein Einblick in das vielfältige Schaffen des Hamburger Ausnahmefotografen gegeben.
Zu sehen sind Ausschnitte aus sieben fotografischen Serien: New York, Calcutta-Bombay, Moskau, Flucht, Helvetica, Liberia und AM. Ergänzt werden die Arbeiten durch Einzelbilder aus weiteren Projekten, darunter Aufnahmen aus Novosibirsk und von der Love Parade in Berlin.
Herzau war nicht nur ein aufmerksamer Beobachter, sondern ein Interpret von Gegenwartsphänomenen, die er in oft radikal angeschnittenen Fotografien thematisierte. Kulturwissenschaftler Prof. Christoph Ribbat schreibt: „Herzaus Bilder befassen sich mit … der Nervosität, die entsteht, wenn die Stadt plötzlich keinen Sinn mehr macht. Sie dokumentieren den urbanen Nahkampf, die plötzliche, unvermeidliche Konfrontation, … so schroff wie die grellen Farben, die den schwarzweißen Zyklus immer wieder unterbrechen.“
Zur Eröffnung am 28. August um 18 Uhr spricht Klaus Elle.
Die Ausstellung läuft vom 29. August bis zum 19. Oktober und wird kuratiert von Sebastian Lux (Stiftung F. C. Gundlach) und Peter Bialobrzeski (Fotograf).